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Winteranlass 31. Januar 2024 «Reisebericht Argentinien»

Ein Saal voller Männer und Frauen versammelte sich zum Reisebericht von Vize-Obmann Bruno Stauffer. Alle erlebten einen spannenden Nachmittag und tauschten sich rege aus bei einem Glas fruchtigem Malbec Rotwein aus Argentinien und einem Teller feinem Beinschinken – insgesamt ein würdiger Start in das neue Vereinsjahr der «Alte Garde Pieterlen - die junggebliebenen».


Obmann Beat Aeschbacher begrüsste rund 100 Personen zum Wintervortrag 2024. Er würdigte insbesondere die zahlreichen Frauen im Publikum, die ihre Männer zum Winteranlass begleiteten. Mit diesem Vortrag starteten wir in das 60. Vereinsjahr «Alte Garde Pieterlen - die junggebliebenen». Die Alte Garde ist am 4. August 1964 gegründet worden, zum Gedenken an den entbehrungsreichen Aktivdienst 50 Jahre nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges und der damaligen Anordnung der Allgemeinen Kriegsmobilmachung in der Schweiz. Als einziges Gründungsmitglied ist heute Alfred Rentsch noch unter uns. Aktuell gilt die Regel, dass alle ehemaligen Dienstleistenden (Militär- und Zivildienst sowie Zivilschutzdienst), die das Pensionsalter erreicht haben, Mitglied der «Alten Garde Pieterlendie junggebliebenen» werden können.


Über Argentinien sagt man bekanntlich, dass sie sehr sinnlich und den Genüssen des Lebens nicht abträglich sind. Sie sollen «grosse Steaks, feinen Malbec und viel Tango» mögen. Ob das unser Referent Bruno Stauffer auch so erlebt hat?


Unser Vize-Obmann wollte diese Reise bereits vor Jahren unternehmen. Am 8. März 2022 war es dann soweit, Bruno reiste mit seinem Kollegen André nach Argentinien.


Gestartet wurde in Buenos Aires, der Hauptstadt dieses riesigen Landes. Buenos Aires ist das politische und wirtschaftliche Zentrum Argentiniens. Rund 13 Millionen Menschen leben im Grossraum von Buenos Aires, das wegen seines europäischen Flairs als Paris Südamerikas gilt. Prachtvolle Bauten, stattliche Avenidas, eine ausgeprägte Café-Kultur – Buenos Aires ist eine eindrucksvolle Metropole. Hier gehören aber auch die sogenannten "Cartoneros", Papier- und Müllsammler, zum Stadtbild. Eine Bekannte von Bruno Stauffer, ausgewanderte Schweizerin, zeigte den beiden Reisenden die schönsten und bedeutendsten Orte dieser Metropole. Sie organisierte auch den Geldwechsel, nicht in einer Bank, sondern bei einem Notar wurden die Banknoten gleich bündelweise übernommen - die Inflation in Argentinien ist enorm.



Von Buenos Aires aus reisten Bruno und sein Freund jeweils mit dem Flugzeug sternförmig in die sehr unterschiedlichen Gegenden des Landes. So zum Beispiel zu den Iguazú Fällen.



Die Iguazú Wasserfälle liegen an der Grenze zu Brasilien. Der Fluss Iguazú, dessen Name „Grosses Wasser“ bedeutet, fliesst in den Rio Paraná. Dieser ist etwa 1’500 m breit und strömt an einer Vielzahl von Inseln entlang bevor er schließlich die 120 Mio. Jahre alten Lavafelsen als gigantische Iguazú Wasserfälle teilweise bis über 80 m in die Tiefe stürzt.



Ein weiterer Flug führte von Buenos Aires südlich in den Los Glaciares Nationalpark zum Perito-Morena Gletscher. Der grösste Gletscher der Welt ist rund 300 km lang und 17 km breit. Der Perito-Moreno-Gletscher ist weltweit der einzige Gletscher, der noch wächst – und das sogar täglich. Das Phänomen der abbrechenden Gletscherkanten kann man hier sogar bequem von einem Holzlaufsteg von der Magellan-Halbinsel aus beobachten.



Die beiden Abenteurer bereisen die wunderbare Landschaft hier im Süden Argentiniens mit einem Mietwagen und besuchen viele touristischen Hotspots. In dieser Gegend gibt es viele Seen, sie liegen praktisch auf Meereshöhe. Das Wasser stammt aus den Anden. Die bekannten Berge Argentiniens, alles 6'000-er sind immer im Blickfeld – einfach fantastisch. Die weit verstreuten Orte zeugen von einer farbigen und lebensfrohen Kultur.



Ihre Routen haben die beiden Reise-Kumpel im Internet und mit Reisebüchern exakt vorbereitet. So war es ihnen möglich alle ihre geplanten Orte zu erreichen. Bruno Stauffer bestätigt die am Anfang gestellte These, wonach die Argentinier viel Fleisch konsumieren. Die grossen Rinderherden hat er allerdings auf dieser Reise nicht zu Gesicht bekommen. Er unterstreicht auch das grosse Vorkommen von feinem Malbec Rotwein. Die Anbauflächen dort in den fruchtbaren und sonnigen Ebenen sind riesig, ebenso die Weingüter, wie zum Beispiel jenes vom Schweizer Musikkünstler und Weinbauer Dieter Meier, welches sie besuchten. Als besonderes Highlight betätigt Bruno Stauffer auch den Besuch der oft spontan auch in Parks vorgetragenen Tango-Tanzvorführungen – aber insbesondere seine eigenen rhythmischen Aktivitäten auf der Tanzfläche.



Der Obmann bedankt sich beim Referenten mit einem Präsent und einem grossen Applaus der Gäste.


Die Fragerunde nach dem Vortag zeigte sich äusserst reichhaltig. Von den Zuhörenden wurden viele Fragen gestellt. Fragen nach der Sprache in Argentinien, nach der Zusammensetzung des Volkes, aber auch Fragen nach der Sicherheit in diesem grossen Land. Einige Anwesende waren auch schon in Argentinien und haben ihre eigenen Erfahrungen beigesteuert. So haben wir alle erfahren, dass die grossen Rinderherden eher im Norden des Landes angesiedelt sind. Mit diesem Vortrag wurde die individuelle Diskussion im Saal angeregt und von allen ausgekostet.


In der Pause wurde Fritz Geissbühler und sein Gastro-Team richtiggehend gestürmt. Der feine Beinschinken mit Butterzopf und das Glas fruchtigen Malbec hat die Stimmung im Saal und den Lärmpegel weiter angehoben.



Eine grosse Schar durchwegs zufriedener Gäste hat einen interessanten Nachmittag erlebt.



Bevor sich die ersten Gäste verabschiedeten, setzte der Obmann zum Dank an. Er verdankte das Gastro-Team für das Organisieren und Vorbereiten und den wie immer sehr zuvorkommenden und gepflegten Service. Der grosse Applaus drückte die Wertschätzung der Gäste aus. Eine besondere Würdigung ging an Sonja Anliker und Judith Sutter. Die beiden langjährigen Mitglieder des Gastro-Teams haben um ihren Rücktritt angefragt. Der Obmann würdigte die vielen Jahre in dieser Funktion, die immer sehr innovative Mitarbeit und insbesondere ihren grossen Charme gegenüber der Alten Garde.



Beat Aeschbacher

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